Die Situation
Der Computer hat sich mittlerweile in der Musik etabliert. Seine
Rolle wird von der Computerindustrie sowie vom praktischen
Musikbusiness scheinbar vorgegeben: Aufnahme und Wiedergabe,
Musiker-Ersatz, Arrangierhilfe für Komponisten, Notation. Diese
Themen werden in den Fachzeitschriften fast ausschließlich behandelt
- in unserem Forum kommen sie höchstens am Rande vor.
Uns interessiert die Verwendung des Computers in der Musik, die
noch nicht "vorgedacht" ist.
Die Ideen
Der Computer als
musikalisches Spielzeug, Forschungswerkzeug, interaktive
Klangskulptur, Meta-Instrument und Navigationsinstrument durch
Klangräume.
Komposition und Klang-Design durch Algorithmen wie
Fraktale oder physikalische Modelle. Umsetzung von Bildern in Klänge und
umgekehrt.
Programmieren: Midi, Basic, C, Csound.
Konzeption und
Bau neuartiger Hardware- und Software-Instrumente.
Themen
- 1997:
- Bericht von der internationalen Computermusik-Konferenz in Griechenland.
- Neue Ideen zur musikalischen Umsetzung der Bewegung des Chaos-Pendels, mit Programm-Demonstrationen.
- Vorstellung von SoundPaint, einem neuen Ansatz, Klänge in Bilder zu verwandeln, den Klang als Bild zu editieren und Klänge zu malen. Mit Programm-Demonstation.
- Abenteuerspiel *Installationen im Einstein* (DOS).
- Der SoftSynth *Syd* fuer Mac - geht sehr stark in Richtung Csound und ist auch ein recht junges, aber doch recht nettes Programm.
- Der Guitar-to-Midi-Converter Axon, der ein neues und schnelleres Konzept zur Gitarrentonerkennung anwendet - sicher auch für Nicht-Gitarristen interessant.
- Bericht vom Kongress für (ehemalige) NeXT-Entwickler auf der Apple-Expo in Düsseldorf. Die neuen Entwicklungen im Apple/Rhapsody - Bereich.
- Ein Projekt fur ICMC98, auch für die Echtzeithalle.
- terratec EWS64XL, die vierte beta-Version.
- Eine Multi-Media-Version vom Einstein-Spiel mit den Sounds, Filmen und Bildern aus dem Einstein.
- 1998:
- MIDI unter Visual Basic: MIDI IN -> Noten manipuliern -> MIDI OUT.
- Resynthese der verschiedensten Arten. Mit Beispielen.
- Versuche mit additiver Synthese mit dem Kawai K5000 Synthesizer. Mit Hörbeispielen.
- Vorstellung von MAX, einem komfortablen Klangsynthese-Programm, das auf dem Mac läuft und in letzter Zeit ziemlich echtzeitfähig geworden ist.
- Eine Csound-DSP-Karte von Analog Devices. Bericht "aus dem Experimentierstadium".
- Vorführung eines neuen Ansatzes, Musik in Bilder (Filme) zu verwandeln, für eine aktuelle Videoproduktion.
- Additive Synthese. Vorführung von Experimenten mit dem additiven Synthesizer.
- ICMC98-Bericht. Evtl. mit Video vom Auftritt in USA.
- Algorithmische Komposition auf dem Notebook.
- Ein paar Ideen zum Thema "Echo und Hall" zum Experimentieren (auch mit CSound oder Generator?).
- Vorstellung eines kleines Programms zur Komposition von Zwölftonspielen nach JM Hauer.
- 1999:
- Eine Version von Csound auf Windows, die sehr gut über MIDI in Echtzeit spielbar ist - also ein richtiges Instrument.
- Bejing submissions (tapes).
- Demonstration of the "ten dollar performance system" live! (conceived for ICMC99 also).
- Presentation of CD and booklets received from DEGEM.
- Eine Demonstration des Rhythmicon von John Came.
- "Visual Orchestra" - Mit grafischer Bedienoberfläche wird alles gut?
- Algorithmische Komposition auch mit Csound?
- "Max/MSP" oder "Pd" als Alternative für den Nichttechniker?
- Aktuelle Klangexperimente.
- Ein Programm, das aus (einstimmigen) Audiofiles die Melodie extrahiert und sie in Noten zerlegt, die dann in Tonhöhe und Zeit frei verändert werden können. Damit ist eine Bearbeitung von Audio-Material möglich, wie man sie bisher nur auf der MIDI-Event-Ebene kannte.
- Vorstellung der F.E.M.C.-Website.
- PC-Programme: Wave-Improvisor, Einstein-Spiel, MIDICHA.
- Das Einstein-Spiel, aktualisiert.
- Der Wave-Editor, der im Wave-Improvisor integriert
ist und einige sehr experimentelle Ansätze zur Klangbearbeitung bietet.
- Musik von Conlon Nancarrow.
- Quantenmusik.
- LambdomaMusik.
- Eine kleine Live-Improvisation mit einem bis 100-fach verlangsamten Bläsersatz, die auf einem Programm zur Bearbeitung von Tonhöhen und Zeit in Audiomaterial beruht.
- Der aktuelle Stand des "Kreis-Oszilloskops".
- Erste Eindrücke von der MIDI-Programmierumgebung "KeyKit".
- Die Programmierung von VST-Plugins und ihre Verwendung. VST2 bietet bei einfacher Programmierung Möglichkeiten, die weit über das bisherige Einschleifen von Effekten hinausgehen.
- Einige Realtime-Anwendungen des Melodyne-Algorithmus.
- Erfahrungen mit eigenen in C geschriebenen PlugIns für Steinberg CUBASE und WAVELAB.
- Neue Csound-Instrumente mit interaktiver Rückkopplung.
- Die Grafik-Software "Mocha".
- 2000:
- Eine Theorie zur Bewertung musikalischer Harmonien und ein Programm, das zu diesem Zweck gemacht wurde, mit dem die Effekte nichtlinearer Veränderung von Tönen durch das Gehör hörbar gemacht werden können.
- Der K5000-Synthesizer: Aus seinem ungewöhnlichen Syntheseprinzip lassen sich einige
Sounds herausholen, die sich von den üblichen "Musiker-Sounds" abheben: Sie werden nicht
notenweise gespielt, sondern entwickeln innere, programmierte Eigendynamik.
Atmosphärische Klangtexturen, die - manchmal stundenlang - als "ambient music" im Raum
stehen können. Das schließt Interaktion nicht aus, diese geschieht aber nicht
ereignisorientiert, sondern durch kontinuierliche Parameteränderungen. Es werden Einblicke
in die Anatomie dieser "drones" gegeben.
- Die neueste Version des "Wave-Improvizers", in den einige neue Spezialeinstellungen
des 4D-Reflexionsalgorithmus eingebaut wurden (z.B. Reflexionszeiten in "ganzzahligen"
Teilverhältnissen).
- Spektrographische Analyse/Synthese-Verfahren, die Soundfiles in
Imagefiles und wieder zurück wandeln können, und das in prima Qualität. So wie
Soundfiles Schallwellen repräsentieren, repräsentieren diese Imagefiles
Innenohr-Erregungsmuster und lassen sich mit Imageeditoren experimentell
variieren. Also noch besserer kreativer Zugriff auf Schall per Bild(schirm und
Maus)? Das Hauptproblem ist, ähnlich wie beim schon länger bekannten
graphischen Modifizieren der Zeitsignalform, daß nur ein allzukleiner Teil der
gängigen Bildoperationen zu interessanten Schallen führt. Oder brauchen wir
nur eine Weile, um uns reinzuhören?
- Experimente zum Thema "sprechende Spieluhr".
- Jeder soll/kann/darf EINEN KLANG mitbringen, selbst gemacht oder gefunden, und stellt diesen vor.
- Das Konzept der Formantsynthese mit dem fof-Operator in Csound und ein kleines Programm dazu.
- Vorführung von MIDI-Controllereffekten mit dem algorithmischen Improvisationsprogramm.
- Kleine Flash-Filmchen aus dem Ulmer Einstiegsworkshop.
Diskussion über die Leistungsfähigkeit des Programms - technisch und künstlerisch -
und zum Thema Musik (Computermusik, Klänge, Samples) und graphischer Film (Computergraphik, Fotosequenzen, Gescanntes), im Prinzip das Bauhaus-Thema von einst.
- Einige (ältere) Fraktal-basierte Kompositionen.
- Anwendung der Bark-Skala in Csound.
- Eine Einführung in MIDI - Programmierung mit Visual Basic.
- 2001:
- Neue Gedanken zu einem Programm zur Generierung von Musik durch Massenverteilungen und deren Gravitationsfeldern.
- Die restlichen Themen des Jahres sind verschollen.
- 2002:
- Dieter kommt auch, wenn er das Pfingstsymposion überstanden hat. [...] Unter anderem "Interaktive Lyrik" von Alma Larsen und Dieter Trüstedt. Auch live mit künstlerisch erweitertem Flash und Micro Modular verfremdet. [...] Dieter wird die Technik und die Kunst am Sonntag zeigen und besprechen.
- Ich komme auch, hätte Lust, die erfreuliche Diskussion von neulich fortzuführen: "Was ist ein (interessanter) Klang?" - Tilman
- Vorschlag dazu: Könnte mal wieder jeder einen Klang mitbringen, der für ihn das Attribut "interessant" hat
(Vielleicht sogar "objektiv interessant"?? ;-) ! - Peter
- Vielleicht könnnen wir das ja auch noch verfeinern in Hinblick auf die "Digitalität" des Klanges? - Jens
- Habe mich heute dabei ertappt jemandem zu schreiben "der FIZMO kann extrem digital klingen" Tja... nur was bedeutet das eigentlich genau? - Markus
- Dann habe ich noch Fragen an Markus wegen des schwarzen Brettes: Wir wollen ueber die Stadt München ein Forum und ein schwarzes Brett für die Münchner Musikperformanceszene einrichten. Vielleicht kann uns Markus helfen.
- Etwas interaktive Lyrik hätte ich auch auf Lager.
- Ich kann noch mal versuchen, das Digital-Grohnium auf dem Forums-PC zum Laufen zu bringen, denn Markus kennt es noch nicht.
Es handelt sich dabei um mein eigenes, digitales Klangsyntheseverfahren, das ich in den letzten Jahren mit Hilfe von [Csound] entwickelt habe. Mein längerfristiges Ziel ist eine Csound-unabhängige Realisierung mit "intelligenter" Bedienoberfläche. - Jens
- Ein kleiner Bericht zu unserer Erinnerung und für die Zaungäste, damit diese Seiten mal etwas inhaltsreicher werden:
Ich habe statt des Digital-Grohniums die Zelluläre-Automaten-Software [Cafun] gezeigt und wir haben uns darüber unterhalten, wie das darin repräsentierte Selbstorganisationsprinzip angemessen auf den musikalischen Bereich übertragbar wäre. Ein mögliches Thema für unsere weitere Diskussion, denn wir sind noch zu keiner Lösung gekonmmen.
- Tilman hat dann berichtet, daß das Ausdünnen von Harmonischenreihen nach psychoakustischen Rauhigkeitskriterien zwar den Klang weniger rauh, aber leider auch weniger harmonisch erscheinen läßt: Die ausgedünnten höheren Harmonischen wirken glockig und verlieren den hörbaren Grundtonbezug, so Tilman.
- Vielleicht könnte man mal die beiden Themen verbinden: Eine selbstorganisierende Ausdünnstrategie...
- Markus hat noch ein paar sehr synthetische Klänge aus den Siebziger Jahren beigesteuert, gespielt von Michael Stearns auf dem legendären Buchla-Synthesizer.
- Mein Gesprächsthema wäre: ein "Experimentelles Arbeitsfeld: Musik und Kunst" im Frühsommer 2003. Keine abendfüllenden Sachen, sondern wie bei den Kurzfilmtagen: kein Stück, Präsentation länger als 7 Minuten. Gut sind auf jeden Fall Installationen jedweder Art, mit und ohne Beamer. Das Treppenhaus ist bestens geeignet dafür. Und natürlich der Hörsaal mit der großen Leinwand. Die "bis zu 7 Minuten" gelten also nur für den Hörsaal. Ich denke vor allem an computergenerierte Hör- und Seh-Sachen. Dieter.
- Mit Glück haben wir am Sonntag endlich wieder eine funktionierende Soundkarte in unserem Forums-PC! Ich will sie dann gleich mal mit meinem "Digital-Grohnium" ausprobieren. - Jens
- Ich hätte vor allem theoretische Fragen zu Melodyne, je mehr ich erfahre, desto weniger verstehe ich...
- Hier wieder ein kleiner Bericht: Am Anfang gab es etwas Diskussion über Computermusik-Arbeitsweisen, DJ-ing etc., ich weiß nicht mehr so genau.
- Dann habe ich, nach erfolgreichem Einbau der neuen Soundkarte, mein "Digital-Grohnium" vorgeführt. Ein mit Csound realisiertes Software-Instrument, das auf "gezähmter" Rückkopplung basiert, irgendwo zwischen FM-Synthese und Physical Modeling, mit Myriaden von Parametern, die über eine "Drehbank" steuerbar sind. Teils ziemlich krasse Sounds, jeder durfte schrauben, ich war selbst manches mal wieder überrascht. - Jens
- Neuerungen in [Melodyne] (sowohl offizielle der kommenden Version als auch Peters private Basteleien) und ihre Anwendung mit der Gitarre.
- Stefans algorithmische Konzepte zur musikalischen Interpretation der Dezimalstellen der Zahl Pi.
- Wolfgang stellte seine? interessante "Komposition" vor, an der einige hundert Leute unfreiwillig beteiligt waren.
- Tilman erzählte ausgiebig über Formanten und Klangfarben. i-e-a-o-u. Peter wurde im Laufe des Vortrages immer hellhöriger.
- Der akustische Höhepunkt dieses Abends war sicherlich das Digital-Grohnium. Es würde auch an jedem anderen Abend/Treffen die Nummer eins abgeben. Ein Syntheseverfahren von Jens Groh, daß einem die Ohren wegfliegen. Ohne Effekte und ohne Filter ein derartig urbaner, organischer Klang, der die Grenzen zwischen realen Klangkörpern und vollsynthetisierten Klängen vollends sprengt.
- Zum Abschluß hörten wir noch einige Ausschnitte aus der CD "Inner Earth" von Kookooon. Hier die entsprechende [Google-Suche] für zahlreiche Links über diese "Musik".
- Die "Materialausgabe" - Aufführungen aller Art im Stil "Experience in Art and Technologie" blieb eher in den Kinderschuhen stecken.
- 2003:
- Leider ein Abend ohne Töne, nur mit Worten! :-(
- Filmmusik war wohl das Hauptthema. ("Warum ist Musik zu Science-Fiction-Filmen nicht elektronisch?" usw.)
- Tilman erklärte "Sine Speech": Weglassen des Grundtones und Ersatz der Formanten durch Sinustöne.
- Tilman erzählte was übers "pattern playback" der Haskins Labs bzw. über "sine speech" von Robert Remez.
Der Link, wo man die (Formant-)Sinustöne einzeln und zusammen hören kann ist
http://www.haskins.yale.edu/Haskins/MISC/SWS/tonecombo.html
- Jens zeigte seine Entdeckung, daß sein "Grohnium" auch sprachähnliche Sounds synthetisieren kann.
- Markus führte Aufnahmen von auf dem Trautonium gespielter Musik vor.
- Stefan stellte seinen Soundkasten vor, ein experimentelles Drumloop-Echo-System.
- Und [Spongefork].
- Jens betörte uns wieder vollends mit ein paar neuen Grohniumklängen.
- Irgendwas mit Morphing mal wieder.
- "Marktübersicht" der Musikprogrammiersysteme: Csound, Max/MSP, jMax, Pd, Metasynth, ...
- Ach ja - die Idee mit den "Stille Post" spielenden Übersetzungsautomaten. Genial!
- Neues zu Melodyne (von Peter).
- Visuals. -- Sie laufen in Diskotheken zur Musik: Nicht einfach ein Videoband, das abgespult wird, sondern sie werden komplett vom Computer in Echtzeit errechnet, gesteuert von der Musik (und ggfs. vom VeeJay).
Obwohl von der Optik her teils vorbildlich programmiert, ist doch der Zusammenhang mit der Musik manchmal noch zu zufällig, zu beliebig.
Was könnte man ganz konkret in einem entsprechenden Software-Algorithmus tun, um den Zusammenhang zwischen Musik und Animation eindrucksvoller, stimmiger, im Idealfall wirklich synästhetisch zu machen? Etwa durch durch Signalisierung von Gestaltmerkmalen im Aufzeichnungsformat.
Hilfreich wäre es wohl, zunächst die Parameter des Animationssynthesizers über MIDI-Controller von Hand zu steuern und später die Erfahrungen damit auf eine automatische Analyse des Musikstücks abzubilden.
- Neue Sounds aus dem Grohnium: Zurück zu den Wurzeln - das Grohnium als Effektgerät.
- Klangphilosophische Überlegungen bzgl. additiver und subtraktiver Synthese.
- "Wie kriegt der Stefan Töne in ein Wasser rein?" Kymatik und Verwandtes. [Hier] gibt's Beispiele. Visualisierung von Musik, sei es algorithmisch oder mit Mechanik. Ist eine Visualisierung umkehrbar? (Das wäre dann die "Auralisierung" eines Bildes.)
- Wir drehen am Morph-Regler. Woran erkennt man, ob ein Morph "richtig" ist?
- Peter zeigt sein Klangmalprogramm, mit dem man periodische Wellenformen und ihren zeitlichen Verlauf ähnlich wie bei der digitalen Bildverarbeitung gestalten kann. Tolle bunte Muster!
- Metasynth.
- 2004:
- Komme und erdreiste mich, die von Jens auf der hiesigen Diskussionsseite aufgeworfene Frage nach der "Gestalt eines Klangs" mal naiv-philosophisch aufzugreifen - vielleicht mit fragendem Blick auf Peter, der in einem ansonsten eher technischen keys-Interview unvergessen-spannende Andeutungen über ein eigenes platonistisches Klangmodell fallenließ... - Tilman
- Jens zeigt, wie es klingen kann, wenn man beim Grohnium die Parameter per Stepsequencer steuert. Und dass man Audiosignale - auch live - durchs Grohnium schicken kann. Und eine kleine Vorschau auf zukünftige Bedienungsfunktionen.
- Tilman hat ein paar (hoffentlich einigermaßen kluge) Anmerkungen - man beachte: nicht Fragen ;-) - zu Melodyne...
- Wir hören uns einige Stücke an, die Karl mit seinem Gerber MIDI Improvisor erstellt hat, als Partitur festgehalten und leicht nachbearbeitet hat und von einer Pianistin hat einspielen lassen.
- Apples GarageBand - ist zwar ungefähr das Gegenteil von "Experimenteller Computermusik", hat aber einige Konzepte, von denen aus man gut über Musik und Computer nachdenken kann... (Peter)
- Grohnium, Visualisierung und Morphing.
- Kleiner Vortrag über Morphing: Tilman vertritt (erneut bzw. mal wieder) die These, dass wir perzeptiv(!) auch in objektiv ganz "unartikulatorisch" produzierte Klänge die wesentlichen Sprechmodellparameter einfach hineininterpretieren und dass es deshalb beim Morphing wesentlich auf eine formantrichtige Interpolation ankommt.
- Jens zeigt, passend zu Tilmans Ausführungen zu LPC, die Analysesoftware [rt_lpc] sowie ein kleines Experiment, "Sine Speech" in Musik zu verwandeln.
- Dieter stellt ein Pd-Programm vor: ein 20-spuriges virtuelles Tonbandgerät zu einem Gedicht. Die Spuren werden automatisch oder mit der Maus gespielt, vorwärt oder rückwärts oder sonst wie, auch alle auf einmal, schnell und langsam .... Das ergibt einen ziemlichen Klang und ein heftiges Sprachengewirr.
- Peter erzählt von der Tagung "Resonances" am IRCAM in Paris.
- Uli stellt die Frage, ob es nicht möglich ist, aus einer Flöte durch Formantänderungen ein anderes Instrument zu machen, anstelle nur einer größeren oder kleineren Flöte.
- Beruhigt und zufrieden beenden wir endlich das Thema Morphing. ;-)
- 2005:
- Die Realtime-Videotracking-Software "Eyecon"
- Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Klang- und Bild-Morphing
- Peter: Experimente zur Rhythmusquantisierung von Audio.
- Peter: Suche nach robusten Tonhöhenerkennungsverfahren auf spektraler Basis, auch für etwas "ausgefallenere" Harmonischenreihen. Cepstrum und Ähnliches.
- György: Das [Animusic]-Video.
- Markus: "Circuit-Bending" (Veranstaltung in der [t-u-b-e]). Viel Artverwandtes fiel uns dazu ein.
- Wie man den Hörer/Betrachter dazu anregt, seine Wahrnehmung zu schärfen: Von der technisch perfekten Reinform des Objektes abweichen, Interpretationsspielräume anbieten. Ohne aber zusätzliche Objekte hinzuzufügen. Die dabei in unserem Hirn angefachten Mustererkennungsprozesse lassen das Objekt sogar intensiver und, trotz des objektiv vorhandenen technischen Mangels, "besser" wirken.
- Tilman lässt etwas von seinem toten Wissen über Tonhöhenwahrnehmung auferstehen.
- Dieter: Impulsklavier und Wolkenmusik.
- Jens: Grohnium: Neue Klangfarben in Richtung "Geblasener Gong" und Parameter-Morphing-Landkarte.
- FEMC ambulant - ambient (Fotos: Karsten Koch)
- Einfache neue Methoden der Klangfarben-Modifikation.
- Editiermöglichkeiten für das Klangparameter-Morphing.
- Formanten lassen sich nicht nur verschieben, sondern auch stauchen und dehnen, dauchen und stehnen. Wie, wird hier nicht verraten. ;-)
- Was ist verkehrt an den gängigen Sequenzern?
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